Zirkuläre Wertschöpfung sichtbar machen: Netzwerktreffen im Reallabor Circular Hub

Am 17. Juli 2025 fand an der Fachhochschule Münster das Netzwerktreffen des Reallabors Circular Hub statt. Engagierte aus Hochschule, Stadt, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen rund um zirkuläre Wertschöpfung und die Entwicklungen im Circular Hub auszutauschen. Die Veranstaltung bot vielfältige Impulse, neue Begegnungen und lebendige Gespräche und somit ein gelungener Ausdruck der offenen, transdisziplinären Arbeit des Reallabors.

 

Genau ein Jahr zuvor, am 17. Juli 2024, wurde die Wandfläche des Circular Hubs eröffnet. Die interaktive, modulare Installation besteht aus gebrauchten Materialien und macht Projekte zur nachhaltigen Entwicklung sichtbar – mit einem besonderen Fokus auf Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung. Seither ist die Wand nicht nur Ausstellungsfläche, sondern auch Ort der Diskussion, der Begegnung und des gemeinsamen Lernens.

 

Im vergangenen Jahr wurden mehrere Elemente in die Wand integriert, darunter Kalle, ein Foodsharing-Kühlschrank zur Rettung und Weitergabe überschüssiger Lebensmittel, sowie der Bücherkreisl – ein Tauschregal für Fach- und Lieblingsliteratur. Aktuell entsteht mit der chattyBench ein weiteres Element: eine interaktive Sitzgelegenheit, die durch Impulsfragen zum Umgang mit Ressourcen zum Nachdenken und Gespräch anregen soll.

 

Im Rahmen des Treffens wurde außerdem der aktuelle Stand des kreislKiosks vorgestellt, einem Realexperiment des Circular Hubs. Der Kiosk dient als Experimentierort für zirkuläres Denken und Handeln. Diskutiert wurden unter anderem die geplante Fassade aus wiederverwendeten Materialien, modulare Möblierungskonzepte sowie partizipative Nutzungsmöglichkeiten.

 

Besondere Aufmerksamkeit galt den studentischen Semesterarbeiten, die im Rahmen verschiedener Lehrformate in Kooperation mit dem Circular Hub entstanden sind. Dazu zählten ein Fermentationsworkshop, konzipiert von Masterstudierenden des Studiengangs Nachhaltige Transformationsgestaltung, der das Thema zirkuläre Wertschöpfung praktisch erfahrbar machte. Studierende im Architekturmodul unter Leitung von Prof. Dr. Anja Rosen entwickelten ein Fassadenkonzept für den kreislKiosk, das auf zirkuläre Materialkreisläufe setzt. Zwei Design-Studentinnen präsentierten ein zirkuläres Möbelstück, das Ästhetik, Funktionalität und Ressourcenschonung miteinander verbindet.

 

Abgerundet wurde der Abend durch ein veganes Catering aus geretteten Lebensmitteln, zubereitet von fairTEiLBAR. Das Netzwerktreffen zeigte eindrucksvoll, wie das Reallabor Circular Hub konkrete Ansätze zirkulärer Transformation erfahrbar macht und Menschen aus unterschiedlichen Kontexten zur gemeinsamen Gestaltung einlädt.

 
@ Nadja Schlepper
@ Nadja Schlepper
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